Vom 5. Februar bis 8. März ist Madrid Schauplatz des internationalen Madrid Design Festivals und wird dabei zur Metropole in Sachen Design mit einer international führenden Rolle . Das Festival 2026 mit diesjährigem Schwerpunktland Guatemala umfasst rund 200 Aktivitäten, 20 Ausstellungen sowie über 80 OFF-Spaces, Open Studios und Showrooms.
Unter dem Motto Die Welt neu designen gliedert sich das Programm in vier Dimensionen, die den Einflussbereich von Design definieren: Verantwortungsbewusstsein für die Bewältigung aktueller Herausforderungen, Transzendenz als bleibender Eindruck in unserem Lebensumfeld, Wirksamkeit in der Umgestaltung von Umgebungen und Strukturen und Weitervermittlung als Brücke zwischen Generationen und Wissen.
Das Festival behauptet sich erneut als impulsgebende Plattform für Design zur Veränderung unserer Umwelt, Gestaltung neuer Ideen und Entwicklung alternativer Formen des Zusammenlebens. Mit einem breit gefächerten Programm rund um Designer, Spezialisten und Branchenfachleute wird die Stadt auch bei dieser neunten Veranstaltung zur ersten Adresse in Sachen Gestaltung. Alternative Kreativräume, die verbindende Kraft des Designs, Austausch und Kommunikation zwischen Fachleuten, Unternehmen und Institutionen sind die Eckpfeiler der diesjährigen Ausgabe.
Schwerpunktland des diesjährigen Events ist Guatemala , dessen zeitgenössisches Textildesign sich erstmals in Spanien in einer eigens dafür konzipierten Ausstellung präsentiert. Unter dem Titel Arte textil en Guatemala: diseño e identidad (Textilkunst in Guatemala: Design und Identität) vereint die von Idonika und Amarillo Studio erstellte Ausstellung eine außergewöhnliche Auswahl an Huipiles und Stücken, die mit traditionellen Verfahren wie Rückengurtweberei oder Brokattechnik gefertigt wurden. Zu sehen ist sie vom 5. Februar bis 3. Mai 2026 im Fernán Gómez Centro Cultural de la Villa.
Hauptveranstaltungsort des Festivals ist auch dieses Jahr wieder das Fernán Gómez Centro Cultural de la Villa , ergänzt durch weitere Schauplätze wie u. a. CaixaForum Madrid , Filmoteca Española (Spanische Filmothek) , Nationales Museum für Dekorative Kunst , Nationales Archäologisches Museum , Museo Cerralbo , Romantikmuseum , Geschichtsmuseum , Reina-Sofía-Museum , COAM , Círculo de Bellas Artes , Athenäum von Madrid , DIMAD und Matadero Madrid .
Zu den wichtigsten Ausstellungen gehört André Ricard. Diseño en uso (Design im Gebrauch) (Fernán Gómez Centro Cultural de la Villa; 6. Februar bis 19. April 2026). Diese zeigt Entwürfe des Künstlers in Form alltäglicher, unauffälliger Gegenstände – also jener, die ganz natürlich in unser tägliches Leben integriert sind. Präsentiert werden die Stücke nicht chronologisch, sondern geordnet nach den Bereichen, in denen sie zum Einsatz kommen: Esstisch, Badezimmer, Küche, Arbeitszimmer, Party und Erinnerungen.
Hinzu kommt die Ausstellung Manifiesto Mediterráneo (Mediterranes Manifest) (Fernán Gómez Centro Cultural de la Villa; 6. Februar bis 3. Mai 2026), die anhand ausgewählter Möbelstücke verschiedener, überwiegend europäischer Designer einen Paradigmenwechsel im Lebensstil thematisiert.
Auch wieder vertreten sind die Fachveranstaltungen im Rahmen von Madrid DesignPRO (18. bis 21. Februar 2026) mit großen spanischen und internationalen Designern und einem Programm bestehend aus Vorträgen, Masterclasses und N etworkingmöglichkeiten, bei denen Branchenfachleute über die Möglichkeiten zu Transformation und Optimierung der Gesellschaft durch Design referieren . Vertreten sind namhafte Größen wie Patricia Urquiola (Spanischer Designpreis 2025), Luca Nichetto , Emma van der Leest , Marc Morro , Christien Meindertsma , Héctor Serrano (Spanischer Designpreis 2024), Loumi Le Floc’h , Benjamín Iborra (Mesura) und Liza Enebeis (Studio Dumbar) sowie Leitfiguren in Sachen soziales und gemeinschaftsorientiertes Design wie Yanki Lee und Petra Janssen .
Zum vierten Mal dabei ist der MINI-Design-Preis , der als einziger derzeitiger spanischer Preis alle Design-Sparten (Industriedesign, Produktdesign, Digitaldesign, Grafikdesign, Modedesign, Lichtdesign, Architektur, Stadtplanung und Designphilosophie) unter einem gemeinsamen Leitgedanken vereint – die Auswahl von Projekten, die durch Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, neue Materialien und weitere Faktoren unseren Städtebau positiv beeinflussen.
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